NACH VERLETZUNG ZURÜCK MIT EINEM SIEG IN LE MANS
Mit dem 24-Stunden-Rennen von Le Mans ist die FIM Endurance World Championship in die neue Saison gestartet – traditionell eines der Highlights im Kalender. Für Jan Bühn bedeutete dieses Rennen in mehrfacher Hinsicht einen wichtigen Auftakt.
Nach einer verletzungsbedingt verkürzten Saison im vergangenen Jahr, in der er nur an einem Rennen teilnehmen konnte und den Bol d’Or von außen verfolgen musste, lag der Fokus klar darauf, wieder in den Rennrhythmus zu finden und gemeinsam mit dem neu formierten Team Champion HERT Powered by MRP eine stabile Basis zu schaffen. Dass sich diese Kombination schnell einfinden würde, zeichnete sich früh ab.
Bereits beim Pre Le Mans-Test zwei Wochen vor dem Rennen zeigte das Team eine gute Basis. Die Zeiten waren konkurrenzfähig, die Abstimmung passte, und auch untereinander entwickelte sich schnell ein funktionierendes Zusammenspiel.
Diese Linie zog sich durch das gesamte Rennwochenende: konstante Leistungen im freien Training, ein solides Qualifying und am Ende im Starting Grid auf P4.
Im Rennen selbst entwickelte sich über weite Strecken ein enger Vergleich mit dem ehemaligen Teamkollegen Tecmas. Beide Teams bewegten sich auf ähnlichem Niveau, wechselten sich in den Positionen ab und forderten sich gegenseitig heraus. Mit zunehmender Renndauer konnte sich Champion HERT Powered by MRP jedoch Schritt für Schritt absetzen.
Ab der vierten Rennstunde übernahm das Team die Führung, die sie im weiteren Verlauf konsequent hielten. Spätestens ab Rennstunde acht dominierten sie an der Spitze. Ohne größere Fehler, reibungslosen Boxenstops, mit einer klaren Strategie und konstantem Tempo brachten sie das Rennen zu Ende.
Der Lohn: Sieg beim 24-Stunden-Rennen in Le Mans in der Klasse Superstock, maximale Punkte und die Führung in der Meisterschaft.
Für Jan Bühn ist es bereits der zweite Erfolg beim 24-Stunden-Rennen: „Es ist natürlich ein unbeschreibliches Gefühl. Le Mans ist jedes Mal wieder etwas Besonderes. Le Mans bringt viel Geschichte mit sich, und die Stimmung vor Ort ist mit keiner anderen Strecke vergleichbar. Es ist eine große Ehre, nicht nur hier fahren zu dürfen, sondern auch auf dem Podium zu stehen. Vielen Dank an alle die das möglich gemacht haben.“
Ein Auftakt, der zeigt, dass das Team in dieser Konstellation schnell zusammengefunden hat. Die nächsten Punkte werden beim 8-Stunden-Rennen in Spa am 6. Juni 2026 vergeben, wo es gilt, die Leistung zu bestätigen.
Text: Mia Schober
Bild: David Reygondeau